Die Zusammenarbeit zwischen Eltern und Lehrer*innen ist ein wichtiger Faktor, wenn es darum geht, den Kindern eine erfolgreiche und schöne Schulzeit zu ermöglichen. Dies gilt insbesondere für die Orientierungsstufe. So benötigen Eltern oft – mehr als sonst – Informationen und Unter-stützung, um die eigenen Kinder beim Start an der neuen Schule zu begleiten. Aber auch für viele Eltern selbst beginnt mit dem Schulwechsel ein neuer Abschnitt, für den vielfältige Möglichkeiten des Austausches wichtig sind. So gibt es in der Orientierungsstufe bei uns fest installierte Struktu-ren der Zusammenwirkung zwischen Eltern und Lehrer*innen.
Ein wichtiges Mittel in der Zusammenwirkung mit den Eltern stellt für uns Lehrer*innen das Logbuch dar. Dies ist nicht nur für die Kinder ein treuer und oft geliebter Begleiter, sondern es ermöglicht auch uns Erwachsenen einen steten Austausch, wann immer es nötig und gewünscht ist. Ein weiterer Vorteil: Wenn der Austausch über das Logbuch erfolgt, sind die Kinder automatisch eingebunden. Dies stärkt die Eigenverantwortlichkeit und Selbständigkeit der Kinder.
An zwei Stellen im Laufe der Orientierungsstufe nehmen wir uns besonders viel Zeit, um die Kinder gemeinsam mit den Eltern wirkungsvoll zu unterstützen.
Unsere „Herbstkonferenzen“ finden nach den Herbstferien in der 5. Klasse statt. In der Vorbereitung dieser Konferenzen sammeln die Klassenlehrer-Teams von den Fachlehrern nicht nur die Leistungsstände, sondern viele weitere Informationen, insbes. zum Lern- und Sozialverhalten aller Kinder. Die Ergebnisse stellen die Klassenlehrer-Teams übersichtlich für das gesamte Klassenkollegium zusammen und auf dieser Basis wird bei der Konferenz über jedes einzelne Kind gesprochen. Dabei stehen die Fragen, ob die Kinder gut bei uns „angekommen“ sind und ob und welche Unterstützung sie weiter benötigen, im Mittelpunkt.
In den Tagen nach der Konferenz finden Gespräche zwischen den Klassenlehrer-Teams und den Eltern aller Kinder statt. Hier steht der Austausch über den Start der Kinder aus Eltern- und aus Lehrerperspektive im Mittelpunkt. Meistens erleben wir Lehrer*innen und die Eltern den Start ähnlich. Auch dann ist es wichtig, dass dieser Austausch stattfindet, denn nur so können wir Lehrer*innen und die Eltern sicher wissen, dass wir bei dem betreffenden Kind auf dem richtigen Weg sind. Manchmal zeigen sich aber auch Unterschiede in der Wahrnehmung. Hier ist es dann von großer Bedeutung, die richtigen Eindrücke herauszufiltern und die weitere Zeit mit dem Kind entsprechend zu gestalten.
Die „Frühjahrskonferenzen“ finden rund um die Osterferien in der 6. Klasse statt. Sie werden genauso vorbereitet und durchgeführt wie die „Herbstkonferenzen“. In den Mittelpunkt rückt an dieser Stelle jedoch der Wechsel in die Mittestufe. So werden pädagogische Aspekte mit Blick auf die Zusammenstellung der 7. Klasse besprochen. Auch die Frage danach, welche Hilfe Kinder brauchen, deren Versetzung noch nicht sicher ist, ist von großer Bedeutung.
Der Austausch mit den Eltern stellt für uns Lehrer*innen nicht nur bei den hier dargestellten besonderen Elementen der Orientierungsstufe eine große Rolle. Elternabende und Elternsprechtage sind für uns ebenso wichtig wie jedes weitere individuelle Gespräch, das im Laufe einer - erfolgreichen und schönen – Schullaufbahn stattfindet.





Thorsten Böhm, Orientierungsstufenleiter Gymnasium Harksheide
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