Endgeräteausstattung
Digitale Medien bestimmen heutzutage den Arbeitsalltag der meisten Berufstätigen. Das Konzept des Gymnasiums Harksheide zum Lernen mit digitalen Medien nimmt diese Beobachtung auf und zielt auf die Befähigung der Schülerinnen und Schüler zur selbständigen Arbeit, mit und durch digitale Medien.
Viele Erwerbstätige üben ihre Berufe in Büros aus, andere richten sich daheim ein Arbeitszimmer ein. An diesen Arbeitsplätzen steht eine Schreibmöglichkeit bereit, meist auf Papier und digital. Ebenso hat man Recherche und Ablagemöglichkeiten. Alle diese Möglichkeiten bietet heutzutage ein mobiles, digitales Endgerät wie ein Tablet mit Tastatur.
 Aus den genannten Gründen hat das Gymnasium Harksheide 2021 beschlossen ab der Klassenstufe 10 eine sogenannte  1:1-Versorgung der Schülerinnen und Schüler mit digitalen Endgeräten (iPads) einzuführen und den Schülerinnen und Schülern so zu ermöglichen, ihr eigenes digitales Arbeitszimmer zuhause und in der Schule nutzen zu können.
Derzeit arbeitet die Schulgemeinschaft zusammen mit dem Schulträger, der Stadt Norderstedt, an der konkreten Umsetzung. Dabei wird insbesondere auf die Sozialverträglichkeit geachtet, damit Niemand zurück gelassen wird.
Das Lernen mit und über digitale Medien muss aber früher beginnen. Am unserer Schule stehen hierfür der Schulgemeinschaft sieben Tabletkoffer zur Verfügung, die jederzeit mit in den Unterricht genommen werden. In jedem Unterrichtsraum kann eine digitale Projektionsmöglichkeit genutzt werden, so dass auch Schülerausarbeitungen gezeigt werden können.
 Auch die Lehrkräfte sind am Gymnasium Harksheide mit einheitlichen Endgeräten ausgestattet, sodass die Lehrkräfte jederzeit, wenn es pädagogisch sinnvoll ist, mit den Schülerinnen und Schülern gemeinsam an den digitalen Medien arbeiten und sich gegenseitig unterstützen können.
 Gerade für die Vermittlung der Handhabung wichtiger Programme wie typischen Office- Produkten bietet sich die Nutzung der PC-Räume an. In einem Raum steht für jede Schülerin und jeden Schüler ein Rechner für die Einzelarbeit zur Verfügung, typisch beispielsweise im Informatikunterricht, in dem zweiten Raum ist gut eine gemeinsame und pädagogisch oft zu bevorzugende Arbeit zu zweit am Rechner möglich.

Lernmanagementsystem
Oben wurde genannt, dass die Schülerinnen und Schüler sich ab einem gewissen Alter mit einem Tablet als mobiles Arbeitszimmer ausstatten werden. Die Arbeit mit diesen Geräten wird dann ertragreich, wenn Unterrichtsinhalte leicht zugänglich sind und zugänglich gemacht werden können. Deswegen hatte die Schulkonferenz des Gymnasiums Harksheide bereits 2018 beschlossen als zweites großes Standbein zur Arbeit mit digitalen Medien ein sogenanntes Lernmanagementsystem (LMS) einzuführen, in dem der Unterrichtsgang, also der rote Faden des Unterrichts, abgebildet werden kann und die Arbeitsergebnisse der Schülerinnen und Schüler gesammelt werden. Das LMS könnte als „Immer-Dabei-Portfolio“ bezeichnet werden.
Das Gymnasium Harksheide hat aus diesen Gründen während der COVID-19 Schulschließung um Ostern 2020 das LMS itslearning eingeführt. Es ist die wesentliche Grundlage für die Arbeit in Distanzlernphasen, erfährt aber auch eine wachsende Bedeutung im Präsenzunterricht bei hoher Akzeptanz in allen schulischen Gruppen, also bei den Schülerinnen und Schülern, den Lehrkräften
sowie den Eltern.
Das System itslearning wird bereits vielfältig genutzt. Die Kernaufgabe ist nicht nur die
Bereitstellung von Lernmöglichkeiten, sondern auch die Ermöglichung des von der Wissenschaft als höchst bedeutsam herausgestellten Feedbacks zum Lernfortschritt. Neben diesem pädagogischdidaktischen Kern ist auch die Kommunikation von Schülerinnen und Schülern zu den Lehrkräften leicht möglich. Schließlich können vielfältige organisatorische Aufgaben wie Kurswahlen oder kleine Umfragen über das System realisiert werden.
Das dritte wichtige Standbein für die Arbeit mit digitalen Endgeräten ist heutzutage eine
zuverlässige Bereitstellung eines schulischen WLANs. Durch Zusammenarbeit mit dem
Schulträger wird in jedem Unterrichtsraum ein belastbares WLAN-Signal ausgestrahlt.


Digitale Medien im MINT-Bereich
Der MINT-Bereich (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften, Technik) ist am Gymnasium Harksheide traditionell sehr stark aufgestellt, was beispielsweise im Fachunterricht Physik und Chemie bereits in der Orientierungsstufe deutlich wird, aber auch in dem jährlichem Zustandekommen gleich zweier naturwissenschaftlicher Profile (Physik und Biologie).
Auch das Fach Informatik hat in der Oberstufe am Gymnasium Harksheide eine starke Stellung. Mit den beiden naturwissenschaftlichen Profilen und dem Kunstprofil werden in der Regel in jedem Oberstufenjahrgang drei Informatikkurse durchgeführt, die gerne von den vier Informatiklehrkräften unterrichtet werden, im Vergleich mit anderen Schulen wird der Unterricht also von einer großen Informatikfachschaft getragen. Während bei den naturwissenschaftlichen Profilen klassische Themen wie Programmierung und Datenbanken aber auch Informatikprojekte im Vordergrund stehen, wird im Kunstprofil auch die 3D-Modellierung thematisiert. Besondere Lernleistungen, eine Art einer Abiturprüfung mit akademischem Charakter, werden an unserer Schule mit einem deutlich überproportionalen Anteil im Fach Informatik erstellt.
Auch im Mathematikunterricht werden am Gymnasium Harksheide seit Jahren heutige,
fortschrittliche digital-technische Möglichkeiten genutzt, denn seit über 15 Jahren ist das
Gymnasium Harksheide eine sogenannte CAS-Schule. Ein Computer-Algebra-System (CAS)
ermöglicht es im Unterricht anwendungsorientierte Probleme aus dem Leben zu thematisieren, das Arbeiten im Mathematikunterricht kann sich stärker auf das Problemlösen fokussieren und muss weniger auf das Einüben von rechnerischen Lösungsverfahren beschränkt werden.

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